Von der Klinik in den Alltag – Erfahrungen, Herausforderungen & Wege nach der Entlassung
Shownotes
Kapitelmarken • 00:16 – Intro & Thema: Von der Klinik in den Alltag • 01:44 – Gäste & Perspektiven: Angehörigenarbeit (ApK/OI) und EX-IN-Genesungsbegleitung • 02:53 – ApK & Oberbayerische Initiative: Auftrag, Selbsthilfe, Gremienarbeit, Interessenvertretung • 04:25 – Angehörige im System: Warum Bedürfnisse oft übersehen werden • 06:09 – Entlassungserleben: „Freiheit“ nach der Klinik und Realität in einer Einrichtung • 08:55 – Heute: Leben mit Struktur, Arbeit als EX-IN, Tagesstätte Theateratelier • 10:03 – Angehörige in der Klinik: Einbindung, damalige Erfahrungen, Veränderungen über die Jahrzehnte • 11:57 – Familiensysteme: Nähe, Distanz, Unsicherheit und Erwartungen nach der Entlassung • 16:22 – Entlassmanagement: Lücken, Eigeninitiative, Therapeutische Wohngemeinschaft (TWG) • 18:12 – Selbsthilfe: Warum Angebote oft erst später greifen • 20:28 – Schweigepflicht & Verantwortung: Zusammenarbeit ermöglichen, Grenzen respektieren • 28:03 – Ängste vor Alltag und Arbeit: Vulnerabilität, Rückkehr, Unterstützungsmöglichkeiten • 30:14 – Angehörigen-Selbstfürsorge: Stabil bleiben, nicht zur Belastung werden • 31:26 – Hilfe vs. Übergriff: „Glucken“, Kontrolle und die Bedeutung von Autonomie • 35:48 – Vertrauen/Zutrauen: Ressourcen stärken statt Defizite verwalten (Recovery) • 43:29 – Konkrete Empfehlungen nach Entlassung: Reflexion, Frühwarnzeichen, Schlaf, Tagesstruktur, Behandler*innen finden • 49:36 – Enttäuschung: Systemgrenzen, Familienbelastung, Modellverhalten und Rollenklärung • 56:09 – Wunschbaum: Finanzierung von Strukturen und ressourcenorientierte Haltung • 58:11 – Ein Satz zum Mitnehmen: erster Tag nach der Klinik (Betroffene & Angehörige) • 59:11 – Credits & Ausblick: Nächste Folge zum ambulanten Versorgungssystem
Kernaussagen (Takeaways) • Übergänge sind Bruchstellen: Nach der Klinik braucht es Orientierung, realistische Erwartungen und tragfähige Netzwerke. • Angehörige sind „mitbetroffen“: Entlastung, Austausch und Selbstfürsorge sind zentrale Schutzfaktoren. • Schweigepflicht bleibt zentral: Entbindungen können Zusammenarbeit erleichtern, müssen aber freiwillig und passend sein. • Trialog statt „über jemanden reden“: Konstruktive Lösungen entstehen, wenn Betroffene einbezogen werden – nicht nur besprochen. • Autonomie ist kein Luxus: Unterstützung gelingt über Abstimmung, Geduld und Grenzen – nicht über Kontrolle. • Recovery heißt Ressourcen stärken: Fokus auf gesunde Anteile, Tagesstruktur und ein lebenswertes Umfeld. • Selbsthilfe braucht Timing: Viele nutzen sie erst, wenn Symptome und Klinikfolgen etwas Abstand bekommen.
Für wen ist die Folge? Betroffene nach einem Klinikaufenthalt, Angehörige und Freundeskreis, Peer-Begleiter*innen, Fachkräfte in ambulanter Versorgung, Tagesstätten/Sozialpsychiatrie sowie alle, die Entlassung, Nachsorge und Recovery-orientierte Unterstützung besser verstehen möchten.
Genannte Angebote & Anlaufstellen • ApK München / Oberbayerische Initiative (Angehörigenarbeit, Selbsthilfe, Gruppenaufbau, Interessenvertretung) • EX-IN-Genesungsbegleitung (Peer-Support) • Therapeutische Wohngemeinschaften (TWG) • Tagesstätten / Kontakt- und Begegnungsangebote (z. B. Theateratelier) • Sozialpsychiatrischer Dienst (SPDI) • Selbsthilfe von Psychiatrie-Erfahrenen (z. B. Münchner Psychiatrie-Erfahrene)
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